Kekse und Kuchen

Florentiner vom Blech

Hat hier jemand was von Nüssen und Karamell gesagt? Oder hab ich mich etwa verhört? Wenn ich etwas liebe, dann Nüsse in oder mit Karamell. Und wenn dann auch noch Schokolade dazukommt, dann gibt es für mich kein Halten mehr… Also war klar: Florentiner muss ich unbedingt mal ausprobieren. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Auf die Idee, Florentiner zu machen, bin ich nicht von allein gekommen. Ich hab bei Facebook gesehen, dass es scheinbar viele gibt, die sie gern zu Weihnachten zubereiten und bei denen es eine Tradition geworden ist, zu Weihnachten Florentiner zu essen. Ich hatte schon mal daran gedacht, welche zu machen, hab ich aber nicht nicht richtig ran getraut. Ich dachte, das wäre so kompliziert. Aber es ist ja nun wirklich kein Hexenwerk.

Nach längerer Recherche im Internet und vielen gelesenen Rezepten durfte ich dann feststellen, dass sie von allen anders zubereitet werden. Jede Hausfrau hat scheinbar ihr eigenes Rezept. Und was ich noch festgestellt habe ist, dass die meisten Menschen da draußen gar kein Zitronat, oder Orangeat mögen. Das kann ich ja gar nicht verstehen. Ich finde, viele Weihnachtsgebäcke bekommen dadurch ihren Charakteristischen Geschmack und die Orangen- oder Zitrusnote gibt den gewissen Kick, oder die Frische.

Florentiner kenne ich bisher nur aus dem Supermarkt. Relativ trockene, knusprige, große „Kekse“ mit einem dicken Schokoboden. Sehr lecker. Wenn man sie aber mit meinen selbstgebackenen vergleicht, verblassen sie. Ich hatte ja keine Ahnung, was mir entgeht. Diese Florentiner haben absolutes Suchtpotential. Ich konnte kaum so schnell gucken, wie die Dose schon wieder leergefuttert war.


5 von 2 Bewertungen
Florentiner vom Blech

Karamell, Nüsse und Schokolade. Muss ich noch mehr sagen?

Portionen: 1 Blech
Zutaten
  • 100 g Butter
  • 100 g Honig
  • 200 g Zucker
  • 100 g Sahne
  • 2 Prisen Salz
  • 300 g gehobelte Mandeln
  • 100 g gehackte Haselnüsse
  • 100 g fein gehacktes Orangeat
  • 40 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g Zartbitter Kuvertüre
Zubereitung
  1. Ein Backblech (etwa 30 x 35 cm) mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen,

  2. In einem breiten Topf, oder einer Pfanne mit hohem Rand die Butter mit dem Honig, dem Zucker, dem Salz und der Sahne erhitzen und aufkochen.

  3. Die gehobelten Mandeln, die gehackten Haselnüsse und das Orangeat dazugeben und für zwei weitere Minuten aufkochen lassen.

  4. Den Topf vom Herd ziehen und die gemahlenen Haselnüsse gründlich unterrühren.

  5. Die Masse auf das vorbereitete Blech geben und gleichmäßig verstreichen. Das geht am besten mit einem angefeuchteten Silikonschaber.

  6. Das Blech in den Ofen schieben und die Florentiner für 10 bis 15 Minuten goldbraun backen. Die Masse sollte überall eine goldene Farbe haben und leicht blubbern.

  7. Die fertigen Florentiner aus dem Ofen nehmen und mit Hilfe des Backpapiers auf eine Arbeitsfläche ziehen und komplett auskühlen lassen.

  8. Die Schokolade hacken und in eine Schüssel geben. Die Schüssel auf einen Topf mit heißem Wasser setzen (die Schüssel soll das Wasser nicht berühren) und die Schokolade unter gelegentlichem Rühren schmelzen.

  9. Die abgekühlten Florentiner in Stücke schneiden und die Unterseite mit Hilfe eines Backpinsels mit der Kuvertüre bestreichen. Zum aushärten der Kuvertüre die Florentiner mit der Schokoladenseite nach oben auf ein Stück Pergament- oder Backpapier legen.

Anmerkungen

Die Florentiner halten sich in einer Dose mindestens zwei Wochen. Beim stapeln empfehle ich, eine Lage Back- oder Pergamentpapier dazwischen zu legen, damit sie nicht aneinander kleben.


Habt ihr Florentiner schon mal selber gemacht? Wenn nicht, kann ich euch das nur empfehlen. Es ist wirklich nicht schwierig und der Aufwand lohnt sich allemale.

Mein Mann, der absolut kein Nussfan ist und auch nicht so sehr auf Karamell steht, fand sie genauso lecker wie ich und war nachher schon fast traurig, als die Dose dann nach nicht mal viel Tagen schon wieder leer war. Ich darf sie gern nochmal machen, sagte er. Das ist ein Kompliment, das ich gern annehme.

Macht sie nach und überzeigt euch selbst. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht sein. Ich wünsche euch dabei viel Spaß und einen guten Appetit.

6 Kommentare

  • Mechthild

    5 Sterne
    Ich liebe Florentiner seit meiner Kindheit. Sie sind etwas ganz Edles, Feines, Besonderes. Es gab sie mit gehobelten Mandeln, oder abgewandelt mit gehobelten Haselnüssen. Aber auch mit ganzen Mandeln, oder Haselnüssen. Je nachdem, worauf der Konditor gerade Lust hatte. Manchmal waren die Nüsse auch vorher etwas trocken angeröstet. Da waren sie dann knuspriger. Ich glaube, er hat auch immer etwas Orangenöl eingearbeitet. Das gibt zusätzlich fruchtige Frische und unterstützt den nussigen Grundcharakter. Manchmal positionierte er auch eine Cocktailkirsche obenauf.
    Was ich nicht verstehe ist, dass es heutzutage oft als Weihnachtsgebäck bezeichnet wird. Das ist es nicht. Florentiner gibt es über das gesamte Jahr.
    Ab und an „durfte“ ich mir einen Florentiner beim Bäcker mitnehmen, das war für mich ein ganz außergewöhnlicher Genuss. Die Scheiben waren groß, ein „Stück Kuchen“. Es war auch ein hauchdünner Mürbteig unter den Nüssen, das passte toll zur Schokolade.
    Mein Vater, der bis zu meinem ca. 4. Lebensjahr selbst Bäcker war (Bäckermeister und Konditorgeselle (er musste seinen Beruf aufgrund Mehlallergie aufgeben), stellte sie zu meinem großen Bedauern leider nur sehr selten her.
    Ich selbst kaufe sie meistens aus dem Supermarkt, denn man findet sie bei uns im Umfeld nur noch selten.
    Ich bin auf der Suche nach einem Rezept auf deins gestoßen und es gefällt mir sehr. Ich werde es für unsere Ostergenüsse verwenden. Und werde dabei eine Hälfte mit ungerösteten Mandeln, die andere Hälfte mit gerösteten Mandeln zubereiten. Und natürlich verwende ich Orangeat. Eventuell noch etwas Vanille in den Teig. Ob ich sie dann auf dem Blech in Rechtercke schneide, oder traditionell als Kreise forme (geht gut mit größeren Ausstechern vor dem backen, weiß ich noch nicht). Auf jeden Fall vielen lieben Dank für dieses Rezept.

    • Jasmin

      Liebe Mechthild, ich danke dir herzlich für deinen ausführlichen Beitrag zu meinem Rezept. Es freut mich so sehr, dass du mein Rezept als „annehmbar“ empfindest. Bitte berichte mir, ob sie dir nach diesem Rezept ein Stück deiner Kindheit zurück gebracht haben. 🤗

      • Mechthild

        5 Sterne
        Liebe Jasmin, „annehmbar“? Dein Rezept ist köstlich. Ich habe es inzwischen 3x umgesetzt. Annehmbar klingt nach „fishing for compliments“, dem ich nur zu gern folge. Du hast stets wunderbare, bodenständige Rezepte, die ich sehr liebe.

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