Kekse und Kuchen

Berliner Brot

Es ist schon wieder soweit… Ein Jahr ist fast um und Weihnachten ist gar nicht mehr so weit entfernt. Auf mich trifft da der Satz „Huch, jetzt hat es mich ganz unvorbereitet getroffen.“ richtig gut. Denn ich fühlte mich noch gar nicht weihnachtlich. Also wirklich gar nicht. Ich hatte Ende November auch noch gar keine Lust, mich mit Wunschlisten zu beschäftigen und die Sache mit Corona hat mich psychisch auch nochmal total aus der Bahn geworfen.

Es fällt mir aktuell sehr schwer, mich auf etwas einzulassen und etwas richtig anzugehen. Dazu gehört leider auch, mich hinzusetzen und ein neues Rezept zu veröffentlichen. Aber nun habe ich meine Lust daran doch wiedergefunden, als ich das leckere Berliner Brot gebacken habe, das es früher zuhause immer zu Weihnachten gab.

Berliner Brot ist eines dieser Weihnachtsgebäcke, die mich, allein schon wegen dem Geruch, total an zuhause erinnern. An das Gefühl, wie es war, wenn man 24 Tage auf den Weihnachtsmann gewartet hat. Das gemütliche Gefühl, wenn plötzliche alles so schön mit glänzenden Kugeln und Lichtern dekoriert ist. An das Gefühl, zuhause zu sein und geliebt zu werden.

Der Geschmack war lange aus meinem Leben verschwunden. Bestimmt 15 Jahre hat es gedauert, bis mir wieder eingefallen ist, dass Mama damals immer dieses Gebäck mit den Nüssen drin gemacht hat. Schokoladiger, gewürzter Teig, weich wie ein Lebkuchen, gebacken auf einem Blech. Diese kleinen Stückchen, die sich beim Essen anfühlen, als würde man in ein saftiges Stück Kuchen beißen, die aber so klein sind, dass man sich auch mal zwei gönnen kann…

Das Rezept hatte für mich keinen Namen. Und dann bekam ich das Tupperware Weihnachtsbackbuch von meiner Tante vermacht. Ich blätterte durch die Seiten und plötzlich kam ein Bild von einem Gebäck, welches genauso aussieht, wie das, was Mama damals immer gemacht hat.
War ja wohl klar, dass ich das auf jeden Fall backen möchte.

Seither ist es mein liebstes Weihnachtsgebäck. Und dabei ist es so einfach. Warum habe ich es also die letzten Jahre nicht auf den Blog geschrieben? Warum hatte ich es nicht in Erwägung gezogen, euch mein Rezept zu geben? Ich weiß es nicht mehr. Aber es ist nie zu spät. Heute bekommt ihr meine Version des Klassikers aus dem Tupperware-Backbuch. Allerdings mit etwas weniger Zucker. Denn eines ist klar: Seit ich mich im Abnehm-Prozess befinde, schmeckt alles viel süßer. Ich vermeide es, Zucker zu essen, wenn ich kann.


Berliner Brot

Ein Rezept für ein Weihnachtgsgebäck, welches es in meinem Elternhaus jedes Jahr zu Weihnachten gab.

Portionen: 1 Blech
Zutaten
Für den Teig:
  • 100 g grob gehackte Haselnüsse
  • 100 g grob gehackte Mandeln
  • 500 g Mehl
  • 350 g Zucker
  • 3 EL Kakao
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL gemahlene Nelken
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 gute EL saure Sahne
  • 4 große Eier
  • 2 Prisen Salz
Für den Zuckerguss:
  • 100 g Puderzucker
  • 1-2 EL heißes Wasser
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech in der Größe von 30 x 35 cm bereitlegen und zwei Backpapiere zurechtschneiden.

  2. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und mit den gehackten Nüssen, dem Zimt, den gemahlenen Nelken, dem Kakao, dem Backpulver und dem Salz vermischen.

  3. Die Eier und die saure Sahne dazugeben und die Masse zu einem klebrigen, festen Teig kneten. Das geht am besten in einer Küchenmaschine, oder mit den Knethaken eures Handmixers.

  4. Den Teig auf ein Backpapier legen, ein anderes Backpapier darüber legen und mit einem Rollholz auf die Größe des Backblechs ausrollen.

  5. Das obere Backpapier abziehen und den Teig mit Hilfe des zweiten Papiers aufs Backblech befördern. Das Berliner Brot für 20-30 Minuten backen.

  6. In der Zwischenzeit den Zuckerguss anrühren.

  7. Wenn das Berliner Brot fertig gebacken ist, den Zuckerguss auf das heiße Gebäck geben und mit einem Pinsel verteilen. Das Blech nochmal für 5 Minuten in den ausgeschalteten Ofen stellen, sodass der Zuckerguss etwas antrocknet.

  8. Das Berliner Brot in Stücke con 2 x 5 cm schneiden.

Anmerkungen

Wer die Arbeit nicht scheut, kann das Backpapier weglassen und den Teig auf einem gut gefetteten Blech ausrollen.


An was könnt ihr euch erinnern? Was gabs bei euch zuhause jedes Jahr zu Weihnachten? Welche Kekse mögt ihr am liebsten? Und habt ihr Berliner Brot schon einmal ausprobiert?
Ich freue mich schon, das Berliner Brot nächstes Jahr wieder zu backen. Es ist einfach soooo lecker.
In der Zwischenzeit wünsche ich euch viel Spaß beim Nachmachen und einen guten Appetit.

Berliner Brot

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