Bananen-Waffeln ohne Zucker

Bananen-Waffeln ohne Zucker

Mein Kind hat Zähne. Ja, sogar Backenzähne hat er schon.
Das heißt, er braucht etwas richtiges zu kauen. Nicht einfach irgendeinen Brei, oder labberiges, langweiliges Babyzeug, das im Mund erst zu Staub und dann zu Matsche wird, umso länger man es lutscht.

Da ich meinem Krümel nun etwas anderes bieten muss, als Dinkelstangen, Reiswaffeln, Maiswaffeln oder irgendein Brot mit Leberwurst, Aufstich, oder Frischkäse mit Marmelade, hab ich mich mal umgesehen, was andere Mütter ihren Kindern zum Snacken in die Hand drücken.
Ich hab Dinge gesehen, die mich vom Glauben abfallen lassen und Dinge, bei denen ich schon fast neidisch bin, das die Kinder sowas essen.
Und das soll nicht heißen, das mein Sohn mit seinen 15 Monaten wählerisch ist, aber er kaut einfach manche Dinge nicht gern, oder nicht richtig. Ich freue mich schon, wenn er die Schale der Weintraube, die ich ihm vor etwa 10 Minuten in den Mund steckte, nicht wieder ausspuckt, oder gar auswürgt.

Bei meinen Recherchen bin ich auf zuckerfreie Waffeln gestoßen, die gar nicht mal so schlecht aussahen.
Sie waren mit Apfel und Vollkornprodukten gemacht.
Wenn ich sowas lese, bin ich vorerst total skeptisch. Denn was man auf Kindergeburtstagen und Babytreffen von manchen Müttern aufgetischt bekommt, damit die Kinder auch bloß keinen Zucker essen, ist teilweise so ungenießbar und zäh, das man damit lieber ein Fenster verfugen, oder ein Bohrloch stopfen wollen würde, als es seinem Kind in den Mund stecken zu wollen.
Selbiges dachte ich auch über diese Waffeln. Dann habe ich sie ausprobiert und war positiv überrascht, als ich kleine knusprige, wohlschmeckende Waffeln aus meinem Waffeleisen fischen durfte.

Ein paar Tage später hab ich einer Freundin, mit einem Sohn im selben Alter, von meiner Entdeckung erzählt und ihr welche mitgebracht, damit sie die probieren kann. Sie war angetan und wollte sie nachmachen.
Da ihr Sohn aber lieber Banane als Apfel isst, hat sie den Apfel einfach mal durch ne Banane ersetzt.
Der kleine war begeistert. Da konnte ich es mir nicht nehmen lassen und so hab ich sie auch nochmal gebacken. Mit Banane, statt Apfel.

Oh mein lieber Gott, wie lecker können denn bitte Waffeln ohne Zucker sein?
Und es überraschte mich, als ich sah, das die kleinen Waffeln sogar für mich geeignet sind. Denn gebackenes, süßes und leckeres gibt es in abgespeckter Version nur selten, wie ich finde.
Sie sind lecker. Meinem Krümel haben sie so gut geschmeckt, das er sich beim selbst bedienen den Mund so vollgestopft hat, das ich ihm den Teller wegziehen musste. Sonst hätte er es sicherlich übertrieben. Der kleine Gierschlund.

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Bananen-Waffeln
Portionen: 8 Stück
Zutaten
  • 60 g Weizenvollkornmehl
  • 60 g Vollwertgrieß aus Weichweizen
  • 40 g Butter
  • 1 Ei
  • Prise Salz
  • 1 reife Banane
  • 120 ml Milch
Zubereitung
  1. In einer Schüssel das Mehl mit dem Grieß, dem Ei, der Butter und dem Salz kurz verrühren.

  2. Die Banane auf einem Teller mit einer Gabel zerdrücken und zur Mehlmischung geben.

  3. Die Milch dazugießen und mit dem Handrührgerät solange verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

  4. Ein Waffeleisen aufheizen.

  5. Nun je einen Esslöffel Teig in die Mitte des Waffeleisens geben und zu einer goldbraunen Waffel ausbacken.

  6. Fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.

Anmerkungen

Die Vollkornprodukte lassen sich natürlich auch durch normale Weizen- oder Dinkelprodukte ersetzen und die Banane kann durch einen geraspelten Apfel ersetzt werden.

Mein Mann meint, mit etwas Puderzucker bestreut, würden sie noch besser schmecken. 

 

Ich freue mich hiermit meinen ersten babyfreundlichen Beitrag veröffentlicht zu haben.
Noch mehr würde ich mich freuen, wenn ihr mir berichtet, ob ihr sie getestet habt und wie sie geschmeckt haben.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und einen guten Appetit.

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