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Mohn-Marzipan-Schnecken

Ich hatte letzte Woche Geburtstag. Und wie es sich zu einem Geburtstag gehört, läd man wenigstens die Familie auf ein Stück Kuchen und einen Kaffee ein. Oder die Freunde zu einem Gläschen Schnaps und ein paar Kleinigkeiten. Ich hab diesmal beides gemacht. Beides an einem Tag. Deshalb sollte der Kuchen, den ich auf den Tisch stelle, einfach und schnell gemacht sein, damit ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen muss. Ich möchte den Tag ja auch feiern und nicht nur kochen, oder backen.

Da ich vor Weihnachten bei den Backzutaten etwas zu sehr zugegriffen habe, hatte ich noch eine Packung Marzipan über. Und ich wollte etwas mit Mohn essen. Unbedingt. Ich hatte einen riesen Jieper auf Mohn.
Leider gaben die Theken der Bäckereien im Umfeld nicht wirklich viel her, oder ein kleines Stückchen Gebäck hätte mich zu viel gekostet um für alle etwas mitzubringen. 
Also hab ich beschlossen etwas selber zu backen. Mohn und Marzipan passt ja auch noch hervorragend zusammen…
Und das Ergebnis ist so lecker geworden, dass ich euch mein Rezept für die fluffig süßen Schnecken nicht vorenthalten will. Sie sind mir perfekt gelungen.


Mohn-Marzipan-Schnecken
Portionen: 12 Schnecken
Zutaten
Für den Hefeteig:
  • 350-400 g Mehl
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 100 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 Würfel Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Zitronenschale
  • 1 Prise Salz
Für die Füllung:
  • 250 g backfertige Mohnfüllung
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 30 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
Für den Zuckerguss:
  • 6 EL Puderzucker
  • 1,5 EL Zitronensaft
Zubereitung
  1. Für den Teig die Milch, die Butter, die beiden Eier, den Zucker, die Zitronenschale, die Hefe und die Prise Salz in eine Schüssel geben und gründlich miteinander verrühren. Die Hälfte des Mehls unterrühren, bis die Masse glatt und geschmeidig ist. Nach und nach einen Esslöffel Mehl nachgeben und gut verkneten. Fortfahren, bis der Teig weich und geschmeidig ist und sich leicht vom Schüsselrand löst.

  2. Den Teig zu einem Ballen formen, mit etwas Mehl bestäuben, in die Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat. Das dauert 30-45 Minuten.

  3. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür die Butter mit der kleingeschnittenen Marzipanrohmasse in eine Schüssel geben und in der Mikrowelle kurz erwärmen, sodass die Butter sehr weich, aber nicht flüssig ist.

    Die Mohnmasse, das Ei und den Zucker dazu geben und mit einem Teigschaber zu einer glatten Masse verarbeiten. Dabei die Marzipanstücke immer wieder mit dem Teigschaber gegen den Schüsselrand drücken.

  4. Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

  5. Nach der Gehzeit den Teigballen auf einer bemehlten Arbeitsfläche erst rechteckig zurecht drücken und dann mit einem Rollholz gleichmäßig dick auf etwa 0,5 cm ausrollen.

  6. Den ausgerollten Teig bis zum Rand mit der Mohnmasse bestreichen und von der lange Seite aus stramm aufrollen. Die Rolle halbieren, vierteln und jedes Viertel in drei etwa gleichgroße Stücke schneiden. Die Stücke mit der Schnittseite nach oben aufs Backblech legen und mit der flachen Hand etwas platt drücken.

  7. Die Schnecken für ca 35 Minuten goldbraun backen.

  8. Während der Backzeit den Guss vorbereiten. Dafür den Puderzucker mit dem Zitronensaft glattrühren.

  9. Die fertig gebackenen Schnecken noch heiß mit dem Zuckerguss bestreichen und abkühlen lassen.

  10. Die Mohn-Marzipan-Schnecken halten sich in einer verschlossenen Dose etwa drei Tage.

Anmerkungen

Die Schnecken können auch warm als Dessert serviert werden. Dafür einfach den Zuckerguss weglassen und mit Vanilleeis, oder Vanillesauce servieren. Wer mag, gibt einen Schuss Eierlikör in die Vanillesauce.


Während der Gehzeit des Teiges hab ich noch einen anderen Kuchen gebacken und hab die Zeit so perfekt ausgenutzt. 
Und die Schnecken sind richtig gut angekommen. Mein Papa, der laut Mama gar nicht so gerne Marzipan isst, hat sogar zwei Schnecken gegessen und dabei ein Gesicht gemacht, das wirklich nach Genuss aussah. Das ist für mich ein riesen Kompliment. Ihn zu beeindrucken ist zeitweise etwas schwierig.
Und weil noch welche über waren, standen sie Abends auch auf dem Buffet. Meine Gäste haben sich darüber gefreut und gleich nach dem Rezept gefragt. Voller Erfolg, würde ich sagen. 
Macht sie nach und überzeugt euch selbst. Ich wünsche euch dabei viel Spaß und einen guten Appetit.

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