Norddeutscher Kartoffelsalat

Norddeutscher Kartoffelsalat

Norddeutscher KartoffelsalatVorgestern gab es das Rezept für den Paprikasalat, den ich meinem Mann, neben dem Nudelsalat, mit zum Grillen gegeben habe. Heute gibt es das Rezept für den Kartoffelsalat, den er mitgenommen hat.

Kartoffelsalate gibt es überall. Und überall sind sie anders. Sogar in Norddeutschland sind die Rezepte von Hausfrau zu Hausfrau und von Region zu Region unterschiedlich. 
Die Kartoffel, die Gurke, die Zwiebel und der Speck sind typisch für unsere Region. Ja weiter man Richtung Norden fährt, desto würziger wird der Kartoffelsalat.

Dabei sind auch die Soßenkonsistenzen unterschiedlich. Manch einer mag es, wenn die Kartoffeln unter der Mayonnaise noch sichtbar sind. Wir mögen das lieber, wenn sie in einer dicken Soße eingehüllt sind. Das kann jeder für sich entscheiden. 

Meine Mama und meine Oma machen zum Beispiel immer den Salat mit weniger Soße und ohne Fleisch. Ich mache ihn mit viel Soße und mit Fleisch, also Speck. Manche machen Paprika rein, ich lasse es klassisch. Bei mir werden nicht mal die Zwiebelwürfel angebraten, weil man dann den zarten scharfen Kick der Zwiebel nicht mehr hat. Manche mögen ihn mit gekochten Ei drin, so wie mein Papa, manche nehmen keine Gewürzgurken, sondern Dillgurken. Der Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt.

Aber was bei einem norddeutschen Kartoffelsalat auf jeden Fall vorhanden sein muss sind Gewürzgurken, Zwiebeln und Speck. Und die Mayonnaise muss unbedingt mit der Gurkenflüssigkeit verdünnt werden. Sünst smeckt dat nich.

Drucken
Norddeutscher Kartoffelsalat
Portionen: 6 Portionen
Zutaten
  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 4 mittelgroße Gewürzgurken
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Bacon oder Speck
  • 500 g Mayonnaise
  • Gurkensud
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Zucker
  • Zitronensaft
Zubereitung
  1. Einen Abend vorher, oder mindestens 3 Stunden vor dem Servieren die Kartoffeln mit Schale in gesalzenem Wasser kochen, bis die Kartoffeln beim einstechen von allein von der Gabel rutschen. Abgießen und noch heiß pellen. Dann in eine Schüssel legen und mit einem Deckel, oder Frischhaltefolie abgedeckt abkühlen lassen. Das abkühlen lassen ist wichtig, damit die Kartoffel ihre Stärke bindet und sie dann beim schneiden ihre Form behält.

  2. Die Zwiebel pellen und fein würfeln.
    Die Gurken aus dem Sud nehmen und ebenfalls klein Würfeln.

  3. Den Bacon, oder Speck in Streifen, oder Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  4. In einer ausreichend großen Schüssel die Mayonnaise mit etwas Gurkensud zu einer dicklichen Soße verrühren und mit den Gewürzen abschmecken. Dann die Zwiebelwürfel und die Gewürzgurken untermischen.
  5. Wenn die Kartoffeln abgekühlt sind werden sie in etwa 3 mm dicke Scheiben geschnitten. Damit nachher nicht alle zusammenkleben, schneide ich eine Kartoffel über der Soße direkt in die Schüssel und rühre nach jeder Kartoffel um. So kann man sichergehen, das alle Kartoffelscheiben gleichmäßig von allen Seiten mit Soße bedeckt werden.
  6. Und hier gilt der selbe Spruch wie in Süddeutschland: 'Faules Mädle, dickes Rädle.'
  7. Zum Schluss den Salat nochmals abschmecken und wenn nötig etwas Gurkensud zum verdünnen daruntermischen.
    Dann die Bacon- oder Speckstücke darüberstreuen und mit Deckel im Kühlschrank für mindestens 1 Stunde ziehen lassen.
    Am besten schmeckt der Salat, wenn er über Nacht gezogen ist, oder wie Erbsensuppe, am zweiten Tag.


So einfach ist das. Nicht viel Arbeit und immer lecker. Mein Mann liebt diesen Salat und könnte garnicht genug bekommen. Am Wochenende bei seinem Grillfest war sogar ein ‚Mayo in Salat nicht ausstehen können Mensch‘ dabei. Sogar der hat den gegessen und ihn für gut befunden. Das hat doch was zu heißen, oder?
Veel Spaaß bin Nomooken un goaden Aftit.

2 Kommentare zu “Norddeutscher Kartoffelsalat”

Schreibe etwas

Translate »
%d Bloggern gefällt das: